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vorwort

Vorwort


Jetzt liegt die Chronik von Schattin hier vor. Ursprünglich habe ich nicht vorgehabt, eine Solche zu schreiben. Es hat damit angefangen, dass ich schon seit meiner Kindheit großes Interesse an die Erforschung meiner Familie hatte. So war es mir jetzt nach der Wende möglich geworden, die Wurzeln meiner Frau zu suchen, denn da wir, also meine Familie, in Bargteheide in der Bundesrepublik Deutschland wohnen, war Schattin für uns unerreichbar (jetzt über die Autobahn ca. 40 Min.) Kurz vor der Wende hatte ich schon den Plan, einmal mit einem Sportflugzeug an der Grenze entlang zu fliegen, um so von da oben einen Blick auf Schattin zu werfen. Daraus ist aber nichts mehr geworden.

Weil Schattin bis 1937 zum Lübecker Landgebiet gehörte, also nicht Mecklenburg war (mein Schwiegervater hat immer gesagt, er wäre ein Hanseat und kein Mecklenburger), sah ich eine Chance, im Archiv der Hansestadt Lübeck einiges an Material über Schattin zu bekommen. Dort habe ich dann auch handschriftliche Aufzeichnungen eines unbekannten Forschers über die Erbhöfe von 1527 an fotokopiert bekommen. Wie ich aber nach der Wende in Groß Grönau im Kirchenbüro die alten Kirchenbücher einsehen konnte – ich war etliche Male dort – merkte ich bald, dass bei meinen Aufzeichnungen auch eine Chronik von Schattin als Beiwerk anfallen würde.

So begann ich dann so zwischendurch diese Chronik zu schreiben. Bei meiner Forschung stieß ich bald auf den Familienforscher Herrn Karl-Heinz Schröder aus Lübeck. Er war schon länger im Geschäft, so konnten wir uns oft mit unseren eigenen Forschungen austauschen. Durch ihn kam ich mit Herrn Eberhard Specht in Kontakt. Herr Specht wohnt zwar in Speyer, sein Forschungsgebiet ist aber hauptsächlich das Fürstentum Ratzeburg. Von ihm habe ich u.A. auch so einiges Geschichtliches, worauf ich immer sehr großen Wert gelegt habe, bekommen. Auch die vier Gerichtsprotokolle von Schattin habe ich über Herrn Specht. Diese Protokolle waren für den Laien sehr schwer zu verstehen. Die musste ich erst lesbar machen. Da aber auch ich bei manchen Sachen nicht recht weiterkam, suchte ich mir Hilfe. Diese fand ich dann bei dem Schuldirektor a. D. Herrn Dunz aus Groß Schwansee im Klützer Winkel. Gemeinsam haben wir diese Protokolle für jedermann lesbar gemacht. Aber vor allem hat mir meine Frau Elfriede immer zur Seite gestanden und so manche Sachen – auch für mich – ins rechte Licht gerückt. Diesen allen, ohne die ich diese Chronik nicht so inter-essant gestalten könnte, spreche ich hiermit meinen allerbesten Dank aus. So kann ich zu guter Letzt sagen, dass ich selbst begeistert bin, von meiner Chronik Schattin.

Bargteheide, im März 2009 Robert Abels


Schattin

(Verfasser unbekannt)

Weißt Du, wo Schattin liegt?
Schattin, das liegt im Grunde,
wo die hübschen Mädchen sind,
mit dem roten Munde.


Chronik Schattin
Geleitwort
Schattin – Die Geschichte eines Dorfes

vorwort.txt · Last modified: 2019/04/14 12:20 (external edit)